Nachts um halb zwei klingelt das Telefon. Der Busfahrer eines Reiseunternehmens kündigt sein Kommen an: „Um 3 Uhr werde ich mit Geflüchteten aus der Ukraine bei Ihnen sein!” Pünktlich um drei Uhr strömen sehr viele Menschen aus dem Bus: Frauen, Kinder, wenige Männer und auch einige Hunde. Als Erstversorgung geben wir Tee aus und laden ihre Handys auf. Doch wie soll es jetzt weitergehen? Eine Übernachtung in der Bahnhofsmission kommt nicht infrage – unser Schlaf- und Aufenthaltsraum ist bereits voll. Die Lösung: Züge zur Weiterreise, in denen die Geflüchteten ausruhen können. Auf meinem Smartphone suche ich die jeweils erforderlichen Züge heraus: Amsterdam, Wien, Dänemark, Hamburg – eine kunterbunte Mischung.