Klaus Reinfurt Stiftung unterstützt mit 4000 Euro die Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission
Über 70.000 Hilfekontakte im Jahr 2025. Davon geht die Bahnhofsmission Würzburg aufgrund des derzeitigen Bedarfs aus und rechnet mit einer weiteren deutlichen Zunahme der Besucherzahlen gegenüber den Vorjahren. Den größten Zuwachs verzeichnen Menschen mit psychischen Erkrankungen und Belastungen. Ruth Reinfurt kam vor kurzem als Stiftungsvorsitzende mit einer Spende von 4000 Euro an den Bahnhof, um sich vor Ort ein Bild vom Arbeitsalltag zu machen. Sie kennt die Einrichtung seit vielen Jahren und weiß um die wachsenden Herausforderungen: „Wer hier um Hilfe bittet, ist oft am Ende seiner Möglichkeiten angekommen“. Viele der Hilfesuchenden sind alleine, ohne Arbeit, ohne ausreichendes Einkommen, manche ohne Wohnung und mit Blick auf die kommenden kalten Wintertage besonderen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Für Reinfurt ist das Hilfeangebot der Bahnhofsmission einmalig. In der Würzburger Bahnhofsmission finden Menschen in ganz unterschiedlicher Notlagen Unterstützung, täglich rund um die Uhr. Selbst in der Nacht, wenn andere Einrichtungen geschlossen sind, finden Frauen in Not hier einen Schutzraum und eine Schlafmöglichkeit. Reinfurt will dieses Jahr besonders die Ehrenamtlichen in ihrem selbstlosen Einsatz unterstützen. Denn die Not fordert zunehmend auch die Mitarbeitenden der Bahnhofsmission und bringt sie an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. „Mit der Stiftungsspende sollen Ehrenamtlichen durch Fortbildungen und gute fachliche Begleitung geschult und gestärkt werden“, so Johanna Anken, pädagogische Leiterin der Einrichtung. 34.000 Gespräche, Beratungen und Kriseninterventionen fanden bereits im laufenden Jahr 2025 statt. Ohne die rund 40 Ehrenamtlichen wäre vieles nicht möglich, auch kein Hilfeangebot jeden Tag rund um die Uhr. Dankbar nimmt Michael Lindner-Jung, Geschäftsführer der Bahnhofsmission, die hilfreiche Spende entgegen, „weil wir als Mitarbeiter mit einer Verschärfung der Armutssituation vieler Menschen rechnen müssen obwohl unsere Ressourcen die Grenzen erreicht haben. In dieser Situation ist die Bahnhofsmission wie nie zuvor auf Unterstützer und Spenden angewiesen!“
Text: Michael Lindner-Jung