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Geschichten, die derAlltag schreibt.





    Leichte Arbeit für die Bahhofsmission…

    Eine alte Dame, elegant gekleidet und mit dezentem Schmuck, kommt in die Bahnhofsmission
    und stammelt, ganz außer sich, zitternd und unter Schock: „Bitte helfen Sie mir.“

    Gleich im Eingangsbereich versuche ich, die Situation zu klären – sie ist gerade mit dem Zug in Würzburg angekommen und hat ihre Handtasche zuhause vergessen. Mit Fahrkarte, Geld, Schlüsseln und Ausweis… Die plötzliche Mittellosigkeit macht sie ganz hilflos: „Das ist mir noch nie passiert! Wie kann mir so etwas passieren? Dass ich mal in die Bahnhofsmission muss…“

    Mit wenigen Telefonaten ließ sich ihr Sohn ausfindig machen,
    der in Würzburg arbeitet. Die alte Dame konnte in unserem Aufenthaltsraum bei einer Tasse Tee und netter Plauderei mit unseren Stammgästen auf ihn warten.

    Soziale Gegensätze spielen im Moment keine Rolle.
    Nur dass sie mal die Bahnhofsmission aufsuchen würde, das kann sie noch immer nicht fassen.

    Bericht eines Praktikanten

    Erfolgreicher Tag für die Bahhofsmission…

    An einem späten Freitagnachmittag kommt ein
    junges ukrainisches Pärchen in die Bahnhofsmission. Beide sind aus Kiew geflüchtet, ziemlich abgerissen und sehr hungrig. In gebrochenem Deutsch und mit Händen und Füßen machen Sie mir ihre Lage deutlich: „Wir wissen nicht mehr weiter.“

    Bei uns können sie duschen und etwas essen. Nach einigen Telefonaten habe ich ihnen noch etwas Proviant eingepackt und sie dann nach Zirndorf in die Aufnahmestelle für Asylbewerber geschickt.

    Das nötige Bayern-Ticket wurde vorerst von uns bezahlt. Ohne uns hätten die beiden mindestens bis Montag auf der Straße gestanden und nicht gewusst wohin.

    Bericht eines ehrenamtlichen Mitarbeiters